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Wer schon einmal nachts in dunklen Straßen unterwegs war und hinter sich unheilvolle Schritte hörte, kennt das: Die Hände werden feucht und die Nackenhärchen stellen sich auf. Wie schön wäre in einer solchen Situation ein Mittel, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. Klar, ein Halo Energy Sword oder ein Mega Buster wie beim Gaming sind unrealistisch – und wären für Handtasche oder Rucksack auch viel zu sperrig. Doch wie siehts mit einem Pfefferspray aus?

Ist Pfefferspray in Österreich im Notfall erlaubt?

Einen Angreifer einfach aus dem Weg zu boxen wie im 1987 erschienenen Game Street Fighter klingt leichter als gedacht. Zum einen dauert es oft Jahre, eine solche Kampfkunst im echten Leben zu erlernen. Zum anderen reagiert so mancher in einer akuten Stressreaktion mit Schockstarre.

Kick- und Schlagattacken kannst du getrost in den Street-Fighter-Übungsmodi ausprobieren, jedoch nicht auf offener Straße. Fühlst du dich bedroht, nimm lieber das Pfefferspray zur Hand.

Bei einem Angriff in einer einsamen Gasse kann dir ein Spray-Stoß die benötigte Möglichkeit zur Flucht bieten. Denn das Reizgas ist alles andere als harmlos. Kommt es mit Augen oder Schleimhäuten in Kontakt, können starke Irritationen und Schmerzen auftreten.

Daher gilt Pfefferspray im Sinne des Waffengesetzes als Waffe. Sowohl der Besitz als auch das Mitführen sind jedoch in Österreich erlaubt, wenn du volljährig bist.

Legal ist der Einsatz des Sprays allerdings nur in Notwehrsituationen. Doch wann liegt eine solche vor? Einsetzen darfst du das Reizgas, wenn:

  • dir sexuelle oder körperliche Gewalt drohen
  • deine Freiheit oder dein Vermögen in Gefahr sind
  • dein Leben auf dem Spiel steht

Bereits wenn ein solcher Angriff unmittelbar bevorsteht, darf das Pfefferspray zum Einsatz kommen. Wer es jedoch ohne Grund benutzt, macht sich unter Umständen strafbar.

Gaming- und Pfefferspray-Pro wirst du nur mit Übung

Möchtest du bei Spielen wie Street Fighter zu den Besten gehören, solltest du vorzugsweise im Offline-Modus üben. Legst du sofort online los, stehst du auch als Anfänger plötzlich erfahrenen Gegnern gegenüber und ziehst den Kürzeren.

Um Street-Fighter-Pros zu besiegen, hilft eine gute Recherche. Mit Youtube-Tutorials oder praktischen In-Game-Guides wie in Street Fighter 6 kannst du deine eigene Kampftechnik stetig verbessern.

Für Pfefferspray gilt ähnliches: Probiere es im sicheren Rahmen aus, bevor du es im Notfall anwendest. Denn wer es unvorsichtig oder falsch nutzt, riskiert die eigene Gesundheit. Übe am besten im eigenen Garten. Grundsätzlich gilt dabei:

  • Bevor du das Reizspray gegen einen Angreifer anwendest, achte auf einen sicheren Stand. Am besten gehst du leicht in die Hocke.
  • Halte das Spray fest mit der Faust umschlossen und strecke den Arm in Richtung des Angreifers aus. Achte jedoch darauf, dass dieser dir deine Selbstverteidigungswaffe nicht aus der Hand schlagen kann.
  • Betätige das Pfefferspray immer mit dem Daumen. Während des Sprühens solltest du den Mund geschlossen halten. Ansonsten besteht die Gefahr, die Reizstoffe einzuatmen und damit die eigenen Schleimhäute zu irritieren.

Wichtig: Sprühe nur los, wenn du nicht in Windrichtung stehst. Andernfalls trifft dich ein Teil des Reizgases und du setzt dich im schlimmsten Fall selbst außer Gefecht.

Solltest du dir in einer Situation den Pfefferspray-Einsatz nicht zutrauen – vielleicht weil du es gar nicht so schnell aus der Tasche holen kannst – können auch andere Selbstverteidigungstipps im Notfall Abhilfe schaffen.

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