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Videospiele gelten längst als Kulturgut. Doch ausgerechnet eines der wichtigsten Archivprojekte in Deutschland kann nicht weitermachen. Die Internationale Computerspielesammlung umfasst rund 60.000 Spiele, dazu Verpackungen, Handbücher, Werbematerial und Hardware. Klingt wichtig und richtig, aber die Internationale Computerspielesammlung (ICS) kann nicht mehr weitergeführt werden. Das Projekt hätte eins der größten, öffentlich zugänglichen Archive für Videospiele werden sollen. Nun wird es aufgrund der fehlenden öffentlichen Finanzierung aufgegeben.

Nicht nur Videospiele werden archiviert

Die Internationale Computerspielesammlung wurde über mehrere Jahre von verschiedenen Institutionen aufgebraucht. Die Sammlung beträgt stolze 60.000 Videospiele. Dabei geht es aber nicht nur um die Videospiele selbst, sondern auch um Verpackungen, Handbücher, Werbematerialien und weitere historische Hardware. Das Ziel war die deutsche und internationale Videospielkultur langfristig zu dokumentieren.

Warum Videospieldaten allein nicht ausreichen

Die digitale Archivierung hat generell ein Problem. Videospiele sind nämlich abhängig von einer technischen Infrastruktur. Alle erschienen Konsolen sind mit der Zeit vom Markt verschwunden, Datenträger können beschädigt werden und die Server von Online-Diensten werden immer wieder abgeschaltet. Das bedeutet, dass wenn auch eine Videospieldatei noch existiert, diese dennoch nicht mehr zu nutzen ist.

Wird die bisherig Sammlung verschwinden?

Das Ende der Internationale Computerspielesammlung als Institution bedeutet allerdings nicht, dass diese Videospielsammlung verschwindet. Die physischen Bestände bleiben in ihren Einrichtungen. Unsicher ist nun die Zukunft der digitalen Datenbank. Diese enthält Informationen über die gesammelten Videospiele und sollte Forschern und der Öffentlichkeit einen immer währenden Zugang zu ermöglichen. Nun versucht man zumindest die bis jetzt angesammelte Datenbank zu sichern. Die kontinuierliche Weiterentwicklung wird allerdings nicht fortgesetzt werden.

Was kostet das Archivieren von Videospielen?

Es seien rund 1,5 Millionen Euro öffentlicher Fördermittel für das Projekt investiert worden. Diese Förderungen sind nun ausgelaufen. Eine weitere, dauerhafte Finanzierung konnte nicht gefunden werde. Damit fehlt die finanzielle Grundlage für die Fortsetzung der Archierung.

Es gibt noch weitere Institutionen die Videospiele sammeln

Das Computerspielmuseum Berlin oder das Gaming Museum in Wien leisten wie weitere, ähnliche Institutionen weiterhin wichtige Arbeit zur Bewahrung des Kulturerbes Videospiele. Allerdings können dessen Sammlungen eine zentrale, nationale Archivstruktur nicht ersetzen.

Videospiele werden zwar zunehmend als Kulturgut anerkannt. Für eine langfristige Bewahrung dieser fehlen allerdings stabile Strukturen, sowie eine dauerhafte Finanzierung.

Quelle: gameswirtschaft.de

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