Warum die Ewoks und nicht die Wookiees das Imperium besiegten
Warum kämpfen in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" eigentlich pelzige Teddybären gegen das Imperium - und keine mächtigen Wookiees?
Michael WeingärtnerMichael schreibt seit 2017 leidenschaftlich über Games, Filme und Serien. Als Level-40-Konsolero bringt er nicht nur jahrelange Spielerfahrung mit, sondern auch ein geschultes Auge für Storytelling und Charakterentwicklung. Seine Spezialisierung liegt in der Analyse von Blockbustern, Streaming-Highlights und Gaming-Franchises, wobei er tief in die Lore von Star Wars und Dungeons & Dragons eintaucht. Mit Humor, Fachwissen und einem klaren Blick für Details liefert Michael spannende Einblicke für alle, die Unterhaltung lieben.
Warum kämpfen in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ eigentlich pelzige Teddybären gegen das Imperium – und keine mächtigen Wookiees? Das fragen sich viele Star Wars-Fans bis heute. Denn ursprünglich war etwas ganz anderes geplant: Im großen Finale der klassischen Trilogie sollten nicht die kleinen Ewoks den imperialen Truppen das Leben schwer machen, sondern die mächtigen Wookiees.
Doch es kam anders, aus einem überraschenden Grund.
Wookiees waren ursprünglich für Episode VI vorgesehen
George Lucas hatte bereits in frühen Drehbuchentwürfen für Episode IV – Eine neue Hoffnung eine Schlacht mit Wookiees geplant. Sie galten damals als primitive Krieger, eine Spezies, die sich mit roher Gewalt gegen die hochgerüstete Armee des Imperiums behauptet.
Doch mit dem Erfolg von Chewbacca änderte sich die Wahrnehmung: Der Wookiee wurde zum technisch versierten Co-Piloten und passte damit nicht mehr in das Bild eines einfachen Stammeskriegers. Also entschied sich Lucas, stattdessen eine neue Spezies zu erfinden: die Ewoks.
Ewoks in Star Wars: Marketing oder Meisterplan?
Der Auftritt der Ewoks in Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983) war sofort umstritten. Viele Fans warfen Lucas vor, die knuffigen Waldbewohner seien nur erfunden worden, um mehr Spielzeug zu verkaufen. Zwei TV-Filme – Die Karawane der Tapferen und Kampf um Endor – stärkten diesen Eindruck.
Aber Lucas verteidigte seine Entscheidung immer wieder. Die Ewoks seien nie als übermächtige Krieger gedacht gewesen, sondern als Ablenkung für die imperialen Truppen. Der Sieg in der Schlacht von Endor sei eher ein Ergebnis von Teamwork als roher Gewalt.
Trotzdem blieben viele Fans skeptisch. Wie sollen kleine Bären mit Steinen und Fallen Elite-Sturmtruppen besiegen?
Was wäre, wenn es Wookiees gewesen wären?
Der Gedanke, Wookiees anstelle der Ewoks zu sehen, bleibt spannend. In Episode III – Die Rache der Sith (2005) bekamen wir zumindest einen kleinen Eindruck davon, wie effektiv Wookiees im Kampf sein können.
Doch 1983 fehlte es schlicht an technischen Mitteln, um eine ganze Armee von Wookiees glaubwürdig darzustellen. Ewoks waren günstiger umzusetzen und vielleicht gerade deshalb so unvergesslich.
Ob du die Ewoks nun liebst oder hasst – sie gehören heute fest zum Star Wars-Kanon. Und auch wenn Wookiees die coolere Wahl gewesen wären, haben die kleinen Endor-Bewohner einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Der Artikel erschien ursprünglich im Oktober 2019 und wurde komplett überarbeitet und neu veröffentlicht.
Stimmt etwas nicht oder fehlt dir was? Melde dich, wir kümmern uns darum. Nutze unser Feedback-Formular!