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Spieletest: Wolfenstein: Youngblood

Ganz nach Papas Vorbild

Wolfenstein: Youngblood ist der neuste Teil der erfolgreichen Shooter-Reihe, obwohl man es wohl eher als Sequel ansehen gehen. Wir haben das Game auf der PlayStation 4 getestet.

Die Story folgt den Zwillingstöchtern Jess oder Soph von BJ Blazkowicz, der in den 1980ern in Paris verschwand. Das Game kommt also erstmalig ohne den gewohnten Helden auf, führt aber die Tradition des Shooters mit der nächsten Generation weiter. Für rund 40€ bietet das Spiel einen sehr großen Umfang und fokussiert sich auch zum erstem mal zu großen Teilen auf einen Koop-Modus. Zu Beginn des Spiels kann man sich aussuchen, welchen der beiden Schwestern man steuern möchte, diese Entscheidung beeinflusst allerdings keinerlei das Spiel. Denn alle Waffen und Fähigkeiten können sowohl von Jess als auch von Soph genutzt werden. Wen man spielen, geht also rein nach Aussehen und Sympathie.

Gemeinsam oder Allein

Während Wolfenstein bisher ein Single-Player Game war, konzentriert sich Wolfenstein: Youngblood mit den beiden Protagonisten nun auf eine Koop-Funktion. Nachdem man sich für eine der Beiden entschieden hat, kann man die Geschichte starten. Dabei kann man entscheiden ob man mit einem Freund spielt oder mit einem Gamer der random ausgewählt wird. Wer kein Fan von Koop ist, kann die Story dennoch weiterhin im Single-Player-Modus genießen. Dabei wird dann die andere Schwester von einer recht intelligenten und nützlichen KI gesteuert. Die Geschichte unterscheidet sich nicht, egal ob nun Offline allein oder Online gemeinsam spielt.

Wer dagegen zusammen mit jemand anderen spielt, kann für die Kommunikation Gestiken verwenden. Das ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn man nicht mit einem Freund spielt und daher nicht ober einen Voice-Chat kommuniziert.

Startet man nun das Game, wird man Gnadenlos ins Spielgeschehen geworfen. Das Game verzichtet also auf einen sanften Tutorial-Einstieg, was für ungeübte Shooter-Spieler schwierig sein kann. Das musste ich am eigenen Leib erfahren. Da ich eigentlich kaum in diesem Genre unterwegs bin, ereilte mich das erste Game Over schon nach nur wenigen Minuten, da ich teils total überfordert war. Es ist zwar möglich einen K.O. gegangen Mitspieler wieder zu beleben, doch beide Schwestern haben gemeinsam eine limitierte Anzahl an leben. Sind diese aufgebraucht, wars das. Das ist natürlich für erfahrene Shooter-Spieler frustrierend, wenn sie mit eher unerfahrenen Partnern wie mir zusammen spielen müssen.

Denn egal was, im Koop-Modus muss vieles gemeinsam gemacht werden. Öffnen von Türen oder Kisten. Wiederbeleben. Das alles geht nur, wenn beide Schwestern dies gemeinsam tun. Was zum teil ebenfalls sehr lästig sein kann. Im übrigen funktioniert der Modus nur Online. Einen Split-Screen gibt es nicht.

Nach dieser Erfahrung entschied ich mich daher also erstmal, die Story Solo zu spielen. Um selbst zu üben und nicht dauernd zusätzliche noch auf jemand anderen achten zu müssen.

Haupt- oder Nebenmission?!

Da Wolfenstein: Youngblood ohne großes Vorgeplänkel auskommt, steigt man direkt in die Hauptmission ein. Später kann man selbst auswählen, welche Mission man als nächstes startet. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man das mindest Level für die geplant Mission erreicht hat, ansonsten könnte es fies werden. Die Missionen sind dabei überall auf der Karte verteilt, doch dank der Metro reist man schnell und ohne Probleme von einem Ort zum nächsten. Während die Vorgänger recht linear waren, punktet der neue Teil also mit einer offeneren Welt.

Doch diese Art des Aufbaus sorgt dafür, dass die Story und Nebencharaktere ein wenig zu kurz kommen. Denn letzten Endes läuft man von einer Mission zur nächsten. Zwar erleichter dies dabei, die Schwestern zu leveln, dennoch erreicht die Geschichte der beiden keine große Tiefe wie bei den Vorgängern.

Selbstverständlich besitzt das Game ein komplettes deutsches Voice-Over, so das Untertitel bequem ausgeschaltet werden können.

Fazit

Wolfenstein: Youngblood bietet mit dem Koop-Modus für viele Fans der Reihe eine ganz neue Erfahrung. Trotz der etwas oberflächlich gehaltenen Story, bietet das Game mit seinen vielem Missionen einen gesunden Umfang. Wer allerdings der Reihe treu bleiben möchte, muss nicht unbedingt mit jemandem Online zusammen spielen. Dank der KI kann man auch ohne Probleme den Single-Modus nutzten.

Der Shooter ist schnell, blutig und hat aber hier und da ruhigere Sequenzen die an ein RPG erinnern. An sich ist das Spiel gut gelungen, obwohl man es wohl mehr als Sequel ansehen kann als einen Stand-Alone.

TestWertung

8SCORE

Online oder Offline. Wolfenstein: Youngblood wagt sich auf neues Terrain.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

9

Gameplay

8

Motivation

5

Steuerung

8

Multiplayer

8

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