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Spieletest: Terminator: Resistance

Zurück in die (post-apokalyptische) Zukunft

Terminator: Resistance ist ein moderner First-Person-Shooter, welcher von dem polnischen Entwickler Teyon entwickelt und von Reef Entertainment veröffentlicht worden ist. Es wurde überraschend im September 2019 angekündigt und ist bereits für PlayStation 4, Xbox One und Microsoft Windows in der PAL-Region am 15.11.2019 erschienen. In den USA wird das Spiel aufgrund von Produktionsschwierigkeiten erst Anfang des nächsten Jahres erscheinen. Wir sind für euch in die Zukunft gereist und haben das Game für euch getestet.

Wir befinden uns in Terminator: Resistance in einem post-apocalyptischen Los Angeles im Jahre 2028 und übernehmen die Rolle des Überlebenden Jacob Rivers, letzter Soldat einer Widerstandsbewegung gegen Skynet.

Das Spiel kam zwar zur gleichen Zeit wie der aktuelle Terminator Film heraus, hat aber untypischerweise nichts damit zu tun. Das ist vermutlich für die Meisten auch ein Segen, denn die Handlungen und jeweiligen Zukunftsoptionen sämtlicher Sequels und Reboots seit den originalen Filmen Terminator (1984) und Terminator 2 – Judgement Day (1992), werden ignoriert.

Falls ihr aufgrund der letzten Filme verwirrt wart: John Connor ist der Anführer der Widerstandsbewegung, welcher in der durch Skynet verursachten, post-apocalyptischen Zukunft die Menschheit zum Sieg gegen die Maschinen führen wird. Skynet ist die künstliche Intelligenz aka das militärische Computersystem, welches für die beinahe komplette Auslöschung der Menschheit und für die, in der Zukunft die überlebenden Menschen jagenden, tödlichen Maschinen, verantwortlich ist. In dieser Ära befinden wir uns hier.

Terminator: Resistance – © Reef Entertainment

Fanservice

Ihr ballert euch hier nicht einfach in typischer First-Person-Shooter Manier durch. Anfangs hat man mit den Feuerwaffen kein Brot gegen die Terminatoren. Die passenden Plasmawaffen für den Krieg der Zukunft erhält man erst im Laufe des Spieles.

Man trifft im Los Angeles der Zukunft auf weitere Einzelkämpfer und Nebenfiguren, welche ihr im Laufe der Missionen immer besser kennenlernen werdet. Die Dialoge die ihr führt, können ausgewählt werden. Dabei werden auch viele Fragen über einzelne Schicksale in der Zukunft beantwortet, welche in den Filmen unbeantwortet geblieben sind. Dies vergrößert die Spielewelt und motiviert zum Weiterspielen.

Terminator: Resistance – © Reef Entertainment

Die Haupt- und Nebenmissionen werden oft allein bestritten, mal müssen verlorengegangene Resistance Mitglieder gefunden werden, mal die Gegend ausspioniert werden. Es gibt lineare und geskriptete Missionen die sehr spannend sind, meist sind die Missionen aber offen. Je nach gewähltem Dialog können sich die Missionen (und auch das Ende des Spiels) verändern. Es wird zwischen langsamen Passagen und einzelne Kampf- bis Großkampfszenen gewechselt.

Die Maps von Terminator: Resistance sind sehr großflächig aufgebaut in denen man viel Bewegungsfreiheit hat. Es können Gegenstände wie Munition, Heilmittel, Material zum Bomben basteln oder auch Handelsgut gesammelt werden. Das Handelsgut wird gegen nützliche Gegenstände eingetauscht. Zudem werden die Maps zweimal verwendet, wobei hier zwischen Tag und Nacht, sowie den Missionszielen gewechselt wird.

Für erfüllte Missionsziele und besiegte Gegner erhält ihr Erfahrungspunkte welche wiederum in Fähigkeiten des Skilltrees wie Tarnungen, mehr Waffen tragen oder in Sarah Connor Terminator 2 Manier: Schlösserknacken investiert werden können.

Es ist sehr positiv hervorzuheben, dass die Entwickler offensichtlich große Fans der alten Filme sein müssen. Folgender Fanservice wird hier betrieben: tödliche Maschinen, Laserwaffen, HK-Aerials, Resistance, Bunker, Schäferhunde, Rohrbomben, Romantik (!) und noch sehr viel mehr Vertrautes – davon lassen wir aber ab, da wir euch nicht den Spaß verderben und euch nicht spoilern wollen.

Terminator: Resistance – © Reef Entertainment

One Man Army

Die Steuerung ist auf der PlayStation 4 sehr solide. Beim Erfüllen der Mission hat man die Wahl: entweder man spielt strategisch, schleicht herum und lockt die Gegner in Fallen oder man fährt die Geschütze aus und ballert sich durch – beides führt zum Ziel. Dennoch ist es ratsam die rare Munition zu sparen. Je besser die Waffen im Verlauf des Spieles werden, desto weniger muss man sich herumschleichen und man wird zur One Man Army.

Terminator: Resistance – © Reef Entertainment

Unreal

Entwickelt wurde Terminator: Resistance mit der momentan sehr bewährten Unreal Engine 4. Dass offensichtlich das Budget für die Entwicklung leider nicht so hoch gewesen ist, merkt man an den etwas hölzernen Animationen und Details, da vieles in den Maps gleich aussieht. Dennoch hat die Grafik auch ihre Momente. Besonders glänzen die Lichteffekte in den Nachtmissionen oder die Explosionen. Hier und da kommt mal ein Ruckler vor, aber darunter leiden auch Top-Titel wie Star Wars: Jedi Fallen Order auf der PlayStation 4.

Terminator: Resistance – © Reef Entertainment

Die Nachbarn besser vor dem Spielen vorwarnen

Vom Originaltheme im Startmenü mit Synthies und E-Gitarren, bis hin zu düsteren Sequenzen während dem Spiel gemischt mit den Geräuschen der stampfenden und kreischenden Maschinen, den sich nähernden Fahrzeugen auf dem Land und aus der Luft, erinnern uns an das berühmte Knacken der brechenden Totenschädel und dröhnen uns diese bereits gehabten Albträume nun auch aus den Boxen. Besonders der Sound der Plasmawaffen hat es in sich! Deswegen sollten die Nachbarn besser vorgewarnt werden. Die Synchro gibt es nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln – was völlig ausreichend ist.

Fazit

Ein gewünscht düsteres Setting, welches uns Terminator: Resistance ein sehr den Originalfilmen getreues und intensives Spielerlebnis beschert. Aufgrund von Spieltiefe durch die beeinflussbaren Schicksale der Mitstreiter, sowie die Wahl zwischen Schleichen oder Angriff und verschiedenen Spielausgängen wird man zum (wieder) spielen animiert. Die KI hätte etwas smarter ausfallen können und die 10 Spielstunden sind etwas kurz. Dennoch: was uns bisher von Hollywood und den Sequels der originalen James Cameron Filme verwehrt worden ist, wird nun endlich so gut wie bis dato noch nie in Gestalt eines First-Person-Shooter umgesetzt. 

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TestWertung

7SCORE

Endlich kann man den Maschinenkrieg, welcher in den ersten zwei Filmen so erschreckend angeteasert worden ist, am eigenen Leib erfahren. Eigentlich einfach, wenn man den Fans das gibt, was sie wollen.

Detail-Wertung

Grafik

6

Sound

9

Gameplay

6

Motivation

7

Steuerung

7

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