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Love and Monsters (Netflix) – Review

Unscheinbar verborgen liegt hier gute Unterhaltung für einen gemütlichen Filmabend.

Review von
Jessica Henwick and Dylan O'Brien in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gute ehrliche Unterhaltung
  • Schauspieler die überzeugen
  • Kreativ einfach gehalten

Wenn Netflix mal wieder einen eigenen Film produziert, kann man oft eine Münze werfen. Dann kann es entweder ein gigantisch genialer Blockbuster sein, oder man hat buchstäblich seine Zeit vergeudet und fragt sich „Was zur Hölle hab ich da gerade gesehen?“ Love and Monsters schafft es allerdings irgendwie nicht so richtig in eine der beiden Kategorien. Es ist einer dieser Couch-Abend Filme.

Dylan O'Brien stars in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Dylan O’Brien stars in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Die Monster Story von Love and Monsters

Die Welt ist untergegangen und doch irgendwie auch nicht. Ein Meteor war gerade dabei die Erde zu zerstören. Die Menschheit, wie sie nun mal ist, schoss aus allen Rohren mit allen Raketen auf diesen Meteor. Erstaunlicher Weise gelang es sogar diesen Meteor zu zerstören. In hunderte und tausende kleine Teile zu zersprengen. Diese regneten auf die Erde hernieder. Voller außerirdischer Elemente und intergalaktischer Strahlung.

Was dann geschah ist wohl Science Fiction Lehrbuch Seite 1 Absatz 2. Die indigene Fauna mutierte aufgrund dieser Elemente und Strahlungen. Aus Käfern und Schnecken wurden plötzlich LKW große Kreaturen. Nicht nur das, ganz andere Ungetüme, so groß wie Häuser, sind dabei entstanden. Die Geschichte von Love and Monsters klingt wirklich wie aus dem Standard Repertoire einer Drehbuch-Schule, aber dennoch frisch.

Dylan O'Brien stars in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Dylan O’Brien stars in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Die Love Story von Love and Monsters

Wie der Titel bereits verrät, haben wir in Love and Monsters auch eine Liebesgeschichte. Zwei junge Menschen die sich zum Beginn dieser Ereignisse von Herzen lieben und dann, gemäß Drehbuch Lehrbuch Seite 2 Absatz 1, aus den Augen verlieren aber nie vergessen. Joel (gespielt von Dylan O’Brien) will nichts sehnlicher, als seine Freundin Aimee (Jessica Henwick) wiedersehen.

Jedoch sitzen beide in unterschiedlichen Bunker Communities Fest und an der Oberfläche wartet der vermeintlich sichere Tod. Die Kreaturen die da lauern sind wirklich nicht zu unterschätzen. Ja selbst in den Bunkern ist man nicht ganz sicher. Jedoch Angsthase Joel (der beim Anblick der Monster zu Eis erstarrt) beschließt einen 7 Tagesmarsch auf sich zu nehmen, um zu Aimee zu gelangen.

Ariana Greenblatt and Michael Rooker in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Ariana Greenblatt and Michael Rooker in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Love and Monsters & Neue Freunde

Unterwegs trifft Joel nicht nur auf verschiedene Wesen die versuchen ihn zu verspeisen, sondern auch auf unerwartete neue Freunde. Den Anfang macht der liebenswerte Hund „Boy“. Der Joel mehr als nur ein Mal vor Gefahren bewahrt. Diese Freundschaft zwischen Mensch und Hund bedient jetzt auch ein Film Klischee und trotzdem wirkt sie nicht forciert oder aufgesetzt. Als Joel jedoch in eine Grube fällt, kann auch Boy nicht helfen.

Zum glück kommen Clyde (Michael Rooker, The Walking Dead, Guardians of the Galaxy) und Minnow (Arianna Greenblatt) vorbei um ihm aus der Grube voller Todeswürmer zu helfen. Die beiden Fremden scheinen sich oft und lang auf der Oberfläche aufzuhalten und bringen Joel das überleben zwischen den gigantischen Lebewesen bei. Dieses Duo sorgt für frischen Wind in Love and Monsters, da sie sich vor den Monstern nicht zu fürchten scheinen. Wie der Rest der Menschheit.

Ariana Greenblatt in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Ariana Greenblatt in LOVE AND MONSTERS from Paramount Pictures and Paramount Players. Photo Credit: Jasin Boland.

Ein Klischee nach dem Anderen und trotzdem unterhaltsam

Man könnte eine Liste aller Film Klischees vorfertigen und dann während Love and Monsters abhaken. Man würde nahezu jedes einzelne Klischee finden dass einem einfallen kann. Das Seltsame ist allerdings, dass diese hier nicht so aufgedrängt wirken. Der Film wirkt trotzdem locker, kurzweilig und erzählt eine beschwingt lustige aber doch auch teilweise actionhaltige Geschichte. Mitunter weil die Schauspieler hier wirklich überzeugende Arbeit zeigen.

Jede Bewegung und jede Wendung ist vorhersehbar und kennt man schon aus hunderten anderer Filme. Die Science Fiction Komödie drückt einem die Dinge aber irgendwie nicht aufs Auge, wie toll es umgesetzt wurde. Stattdessen beschränkt man sich auf eine knackige Laufzeit von knapp über 100 Minuten und erzeugt so einen unterhaltsamen Film für einen gemütlichen Couch-Abend.

Fazit zu Love and Monsters

Dieser Film ist absolut sehenswert. Das ist jetzt kein gewaltiger Hollywood Blockbuster. Es ist wie einer der Filme die man früher auf Videokasette hatte. Oder DVD, für jene die nicht so alt sind wie ich. Man legt ihn ein um einen schönen Abend vor dem Fernseher zu haben. Ein Film für Groß und Klein. Da er trotz „Action“ nie unnötig brutale Szenen zeigt. Eine Geschichte mit Humor, Herz und Hund. Die drei H-s für einen Familien Film. Wenn ihr mal nicht wisst was ihr euch ansehen sollt und ihr auf seltsame Monsterfilme steht, gebt Love and Monsters eine Chance und genießt einfach mal schöne Unterhaltung ohne groß aufzutischen.

ReviewWertung

7SCORE

Humor, Herz und Hund. Dieser Film hat so viele Klischees verarbeitet auf eine Weise die erfrischend und locker wirkt. Das macht ihn ideal für einen schönen Abend auf der Couch.

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