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Großbritannien erkennt Gefahr durch Videospielsucht und ergreift Maßnahmen zur Bekämpfung

Artikel von (Gastartikel)

Eine relativ lang unterschätzte Gefahr für junge Menschen rückt immer mehr in den Fokus von Regierungen und Gesundheitsorganisationen. Videospielsucht ist eine relativ neue Form der Sucht, da das Medium erst seit rund 20 Jahren den Massenmarkt erreicht hat. Die World Health Organization (WHO) klassifizierte die Videospielsucht als psychische Störung vor nicht allzu langer Zeit.

Und wenn man genauer hinschaut erkennt man durchaus, dass Videospiele gerade bei jungen Menschen und jungen Erwachsenen ein gewaltiges Suchtpotential entfalten können. Spiele wie World of Warcraft sind darauf ausgelegt, dem Spieler viele Möglichkeiten zu bieten, um viele Stunden im Spiel beschäftigt zu sein. Man kann also relativ schnell die Kontrolle verlieren.

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Andere wiederum flüchten in die virtuellen Welten, um einfach der realen Welt und allen Problem zu entkommen. Ähnlich wie bei Drogen stimulieren diese Videospiele – auf eine gewisse Art und Weise. Die virtuellen Welten bieten oftmals auch die Möglichkeit sich den Respekt von gleichgesinnten zu erarbeiten. Gerade sehr junge Opfer von Mobbing verlieren sich deshalb sehr schnell in den Spielen. Auf der Jagd nach Anerkennung und um nicht mehr das Opfer zu sein, oder um sich einfach zu betäuben und die reale Welt zu vergessen.

Grund genug also für den NHS (National Health Service) einzugreifen. Die neue Initiative zielt dabei auf junge Leute im Alter von 13 bis 24 ab, welche unter der Videospielsucht leiden. Man habe die Zeichen der Zeit erkannt und werde entsprechend auf die neuen Probleme eingehen und versuchen Lösungen anzubieten. Simon Stevens, seines Zeichens geschäftsführendes Vorstandsmitglied, erklärte dies und wies auf die Öffnung einer neuen Klinik in Leeds hin. Junge Menschen seien mit ganz neuen Problemen und Einflüssen ausgesetzt.

Die „Nothern Gambling Service“ Klinik ist auf alle Formen der Spielsucht spezialisiert und versucht den betroffenen mit Hilfe von Therapie wieder auf den rechten Weg zu bringen. Mit einer Sucht umzugehen und damit Leben zu lernen ist nicht ganz einfach, aber durch die Hilfe der Experten lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen.

Immer wieder rückt dabei auch das Glücksspiel in den Fokus von Debatten. Trotz aller gesetzlichen Regelungen und Verbote liegt es auch in den Händen von Glücksspielanbietern, dass die jungen Menschen keinen Zugang zum Glücksspiel erhalten. Kontrolle ist hier Pflicht und der gesamte Sektor ist mittlerweile streng reguliert und vielen, relativ strengen Gesetzen unterworfen. Darüber hinaus sind Anbieter wie Winner Casino dazu verpflichtet den Kunden eine Option zu bieten, bei denen sie sich quasi selbst ausschließen können vom Spielen und so ihre Sucht kontrollieren können.

In Videospielen gibt es allerdings keinerlei Schutzmechanismen. Gerade erst ist das Spiel Overwatch aus dem Hause Activion-Blizzard wieder einmal Teil einer großen Kontroverse geworden, da man im Spiel selbst sogenannte Lootboxen kaufen kann, deren Inhalt zufällige Gegenstände zum Verschönern des Videospielcharakters beinhalten. Problem an der Sache ist, dass man diese Lootboxen auch gegen echtes Geld erwerben kann und es sich dabei prinzipiell um eine Form des Glücksspiels handelt. Eine Großteil der Millionen von Spielern sind minderjährig.

Viele Firmen erkennen mittlerweile die Zeichen der Zeit und rücken vom Lootbox System ab. Andere Hersteller wie das chinesische Unternehmen Tencent bieten mittlerweile auch die Möglichkeit an, die Spielzeit zu regulieren. Wird eine gewisse Anzahl an Stunden im Spiel erreicht ist erst mal Schluss.

Eingeführt wurde dies unter anderem, da in China ebenfalls junge Menschen verstärkt unter Videospielsucht leiden und die Regierung eingriff. Videospiele sind allgegenwärtig mittlerweile und sehr zugänglich. Es gibt sehr viele Plattformen. Vom Gameboy Handheld, über Heimkonsolen und Smartphones – beinahe immer und überall verfügbar. Auch Online Casinos sind schnell erreichbar dank den Smartphones. Eine Runde Slot Maschinen zu spielen kann man schnell im Tagesverlauf unterbringen. Auch während der Arbeit kann man theoretisch schnell etwas Twin Spin spielen. Gerade diese hohe Verfügbarkeit der Spiele bringt viele Gefahren mit sich.

Der finanzielle Aspekt ist natürlich sehr problematisch. Meistens jedoch verfügen die jungen Menschen glücklicherweise nur über ein begrenztes Kapital und können sich kaum in die Schulden reiten mit Videospielen. Sehr viel kritischer hingegen ist die Tatsache, dass Videospielsüchtige einfach ihr komplettes Leben vernachlässigen. Nicht selten führt die Sucht zur Aufgabe der Arbeit oder des Abbrechens des Schulbesuchs.

Die Intervention von Seiten des britischen NHS ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Anerkennung durch die WHO wird ebenfalls dazu führen, dass immer mehr Angebote zur Bekämpfung dieser noch recht neuen Krankheit bereit gestellt werden können.

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