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Die Geschichte des Jokers

Artikel von
Gamerzone Casino (Bildquelle Pixabay.com)

Der Joker, dessen Name auf den lateinischen Begriff iocus = Scherz zurückgeht, wurde das erste Mal 1850 als Spielkarte in einem Kartendeck erwähnt. Bis heute ist nicht ganz klar, woher diese besondere Karte mit ihren Funktionen kommt. Einige Forscher sind der Meinung, dass die Karte ihren Ursprung im Tarot (oder Tarock) hatte, bei dem sie als ein Trumpf andere Karten ausstechen konnte. Benutzt wird diese Karte nach wie vor als Wildcard, die andere Karten ersetzen kann.

Gerade der lateinische Ursprungsbegriff lässt sich mit seiner Funktion erklären. Denn taucht die Karte auf, bedeutet das einen Ausbruch aus den bisherigen Regeln. Der Joker, der auch den Hofnarren bezeichnet, gilt als eine Figur, die mit anderen Scherze treibt. Im Spiel bedeutet das zum Beispiel, dass er andere Karten in einer Kartenkombination ersetzen kann. Er wirft gewisse Regeln über Bord und bringt dafür mehr Gewinnchancen. Diese Funktion kommt auch bei Spielautomaten zum Vorschein.

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Der Joker im Kartenspiel

Die Anfänge des Jokers sind jedoch klar im Kartenspiel zu finden. Zumindest, was seine Funktionen angeht. Hier wird er auch meist als Hofnarr illustriert. So hat die Karte keine Farbe oder Zahl und auch keinen eigenen Wert, sondern meist nur das Bild eines mittelalterlichen Hofnarren und eine vorgegebene Funktion. Die Karte kommt nur in einem französischen Blatt vor, das 52 Karten hat. Üblicherweise sind dort drei Joker zu finden. Spielt man jedoch Rommé, bei dem zwei Kartendecks genutzt werden, verwendet man nur vier der sechs Joker.

Der Joker wird insgesamt in nur wenigen Spielen eingesetzt. Darunter Rommé, das seinen französischen Namen vom englischen rummy = ulkig ableitet. Da der Joker in diesem Spiel eine wichtige Aufgabe hat, wurde das ganze Spiel nach seinem Auftritt benannt. Doch auch andere Kartenspiele benutzen die Figur. Dazu gehören Canasta, Buraco und auch eine spezielle Form des Pokers, die auch Wildcard Poker genannt wird.

Das sogenannte deutsche Blatt, das eher im süddeutschen, tirolerischen und österreichischen Raum gespielt wird, ersetzt Herz, Karo, Kreuz und Pik mit den Farben Eichel, Laub, Herz und Schellen. Auch hier findet sich eine Joker-Form. Hierbei wird jedoch kein Hofnarr gezeigt, sondern der sogenannte Weli. Die Sonderfunktion, die der Joker im französischen Blatt innehat und die den Spielfluss absichtlich stören soll, findet sich daher auch in anderer Form wieder.

Der Joker in anderen Spielen

Wie bereits erwähnt, ist der Joker (im englischen zum Teil als Jester bezeichnet) auch in anderen Spieltypen zu finden. Neben den Automatenspielen, bei denen er bis heute eine herausragende und für Spielerinnen und Spieler gewinnbringende Funktion hat, ist der Joker zum Beispiel auch bei einer Variante des Schachs zu finden. Hier dient die Figur, die auch bei diesem Spiel einen Hofnarren darstellt, ebenfalls als eine Wildcard. Er kann die Schachfiguren Turm, Springer und Läufer ersetzen bzw. so ziehen wie diese Figuren.

Im Unterschied zur Dame, die ebenfalls mehrere Laufvarianten besitzt, kann der Joker hier jedoch nicht schlagen. Er dient vielmehr dazu, anderen Figuren den Weg abzuschneiden. Im Gegenzug ist der Joker nur zu schlagen, wenn er durch zwei Figuren (oder mehr) gleichzeitig bedroht wird. Außerdem verlässt im Augenblick des Schlagens auch die gegnerische Figur das Schachbrett. Diese Variante des Schachs wird auch Jester’s Game genannt, das Spiel des Narren.

Der Joker als umstrittene Figur

Betrachtet man den Joker in einem größeren Kontext als seinem Ursprung in klassischen Kartenspielen, fällt auf, dass die Figur nahezu überall in der Welt zu finden ist. Man kennt ihn zum Beispiel als dummen August, Hanswurst oder Arlecchino in der Commedia dell’ arte in Europa, aber auch als Narren im Sanskrittheater in Indien.

Eine Hauptaufgabe aller Joker-Figuren von Indien bis Grönland ist, die Regeln, Normen oder Moralvorstellungen eines Spiels, einer Ideologie oder Herrschaftsform innerhalb eines vorgegebenen Rahmens für eine bestimmte Zeit zu hinterfragen. Der Joker als Hofnarr, Clown oder Kabarettist durfte dabei seine Narrenkappe aufziehen und die geltenden Regeln außer Kraft setzen. Das war nur ihm möglich, da Kritik für alle anderen in einem totalitären Regime nicht erlaubt war. Außerdem musste er als Narr erkennbar sein, was durch verschiedene Kostüme von Till Eulenspiegels Mütze über das Flickenkleid des Arlecchino bis hin zur Clownsnase ging.

Um frei scherzen zu können, bekam er im europäischen Mittelalter die sogenannte Narrenfreiheit bei Hofe. Er konnte mit allen Mächtigen seine Späße treiben, ohne dafür bestraft zu werden. Noch heute finden sich in hitzigen Debatten Verweise darauf, dass zum Beispiel politische Satire eine gewisse Narrenfreiheit genießen sollte. Egal, ob das im Einzelfall richtig ist oder falsch, wird damit eine Kernfunktion des Narren erfüllt. Er dient dazu, die Regeln in Frage zu stellen, eine andere Position einzunehmen, um so eine Debatte auslösen zu können.

Der Joker als legale Schummelei

Doch auch in Spielen kann der Joker eine umstrittene Figur sein. Schließlich dient er häufig dazu, die Hauptregeln des Spiels mit einer einzigen Karte zu untergraben. Man könnte ihn auch die verkörperte legale Schummelei nennen. Er dient in Spielen (wie auch im Theater bei einem Schauspiel) dazu, aus dem eventuell zu Langeweile neigenden Hauptspiel mit seinen Regeln auszubrechen. Er soll schlichtweg sowohl überraschen als auch mehr Spannung bringen. Er provoziert somit ein Spiel mit neuen oder gar gegensätzlichen Regeln.

Die Nähe zu Mephistopheles, der Vorstellung von einer bösen, dem Teufel nahen und konstant anwesenden Gegenkraft und Herausforderung zur bestehenden Ordnung, ist daher ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.

Von Rommé zum Hollywoodstar

Erst vor Kurzem bekam der Joker durch eine neue DC-Comics-Verfilmung neue Aufmerksamkeit. In Joker von Todd Phillips und Scott Silver aus dem Jahr 2019 wurde die Figur als tragischer Antiheld neu aufgelegt. Die Faszination des Hofnarren, der den dummen August gibt, obwohl er durch seine Farce die herrschende Ordnung untergräbt und damit offenbart, dass er weit intelligenter als die Masse ist, reißt nicht ab.

Gerade in einer Zeit, in der Ideologien und Regeln weit mehr auf dem Prüfstein stehen als in der Vergangenheit, wird die Figur uns auch in Zukunft mit Sicherheit in verschiedensten Kontexten weiter begleiten.

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