Battlefield 6: EA meldet erstmals seit Release Rückgang bei Cheatern
Laut EA waren nach dem Start von Season 1 nur etwa 2 % aller Battlefield 6-Runden von Cheatern betroffen. Neue Maßnahmen wie Javelin Anticheat greifen offenbar.
Markus BauerMarkus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Ein großes Sorgenkind der Shooter-Community scheint in Battlefield 6 erstmals unter Kontrolle zu geraten. Electronic Arts hat neue Zahlen zum Cheater-Aufkommen veröffentlicht und die fallen überraschend positiv aus. In den ersten Wochen nach Launch der Season 1 waren laut EA rund 98 Prozent aller Matches komplett frei von Cheatern. Der sogenannte „Match Infection Rate“, also die Wahrscheinlichkeit, in einem Match mindestens einem Cheater zu begegnen, lag im Schnitt bei nur etwa 2 Prozent.
Für EA ist dieser Wert wichtiger als die reine Zahl an Bannwellen, denn er beschreibt, wie sauber das Spielerlebnis für den Großteil der Community tatsächlich ist. Und das sieht aktuell besser aus als viele erwartet hatten.
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Kampf gegen Cheater: „Open Beta“ von Battlefield 6 legte offenbar den Grundstein
Ein wesentlicher Faktor für diesen frühen Erfolg war laut EA die äußerst erfolgreiche Open Beta. Schon dort blockierte das System über 1,2 Millionen Cheat-Versuche, außerdem wurden zehntausende Accounts entfernt, inklusive solcher, die ihre Cheats sogar öffentlich streamten. Über die Beta-Phase hinweg stieg der Anteil fairer Matches von rund 93 auf fast 98 Prozent.
Auch die Einführung von Secure Boot als Bestandteil der PC-Systemanforderungen habe geholfen. Zwar könne keine Einzelmaßnahme Cheating vollständig verhindern, doch zusätzliche Barrieren erschweren automatisierten Tools und manipulierten Clients den Zugang spürbar.
Nach Release übernahm das neue Javelin Anti-Cheat. Allein am Launch-Wochenende blockierte es mehr als 367.000 Cheat-Versuche. Insgesamt wurden laut EA seit Start 2,39 Millionen Versuche abgewehrt. Gleichzeitig sei der Anteil der PC-Spieler, die Secure Boot nicht aktivieren können, dank Support-Verbesserungen auf 1,5 Prozent gesunken.
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Wie schafft man 100 Prozent?
Aktuell überwacht EA 190 Kategorien von Cheat-bezogener Software, Hardware und Anbieteraktivität. In 183 Fällen habe man seit Launch „Störungen, Ausfälle oder Funktionsfehler“ beobachten können, was EA als Zeichen wertet, dass seine Maßnahmen wirken. Videos, in denen Spielerinnen und Spieler behaupten, ungehindert cheaten zu können, seien laut Publisher nicht repräsentativ für die tatsächliche Lage.
Für die kommenden Monate kündigt EA mehrere Verbesserungen an. Dazu zählen:
- mögliche Maßnahmen gegen Cheating-Hardware, in Zusammenarbeit mit Plattform-Betreibern
- ein überarbeitetes Meldesystem, das klarer aufgebaut sein soll
- neue interne Werkzeuge, damit Analysten Spielerreports schneller auswerten können
- zusätzliche Anti-Cheat-Features, zu denen EA aus Sicherheitsgründen noch keine Details nennt
Was EA jedoch ausdrücklich betont: Spieler-Reports bleiben entscheidend. Diese liefern Kontext, Muster und Hinweise, die automatisierte Systeme allein nicht erfassen können. Der Erfolg gegen Cheater setzt sich auch bei den Spielerzahlen nieder. Laut offiziellen EA-Daten ist Battlefield 6 der erfolgreichste Shooter im Jahr 2025. Der Release von Mitbewerber Call of Duty: Black Ops 7 war alles andere als berauschend. In Europa kann sich Battlefield 6 klar durchsetzen.
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